20. März 2026 – Osaka Schloßgarten und Nippombashi, Teil 2

Ich merke langsam, wie mir die Energie ein wenig ausgeht und bin froh, wenn ich morgen in Tokyo bin, wo nur noch 1-2 kulturelle Punkt auf der Liste stehen und der Rest Shopping und Feiern sein wird. Kyoto vorgestern war echt anstrengend.

Ich hatte heute mehrere Möglichkeiten, mich aber für die gemütlichste (und teuerste) entschieden. Ich bin noch mal zum Schloss Osaka gefahren, um noch mehr durch den Außenbereich zu spazieren und um die Geschäfte abzuklappern, die am Montag schon zu hatten. Der Schloßgarten warb mit Kirschblüten, die noch gar nicht da waren. Es gab mehrere Läden, die auf Detektiv Conan/Osaka-Schloss ausgelegt waren. Sicher eine Freude für jeden Fan. Ich habe mich heute mal entschieden, unkonventionell einen Burger zu essen. Einen Osaka-jo Burger. In der Auslage sah der echt lecker aus. Als ich ihn bekommen hab, hätte ich ihn am liebsten zurückgegeben. Naja, war trotzdem halbwegs lecker. An einem Gebäude in Park wurde Live-Musik gespielt, Eintritt war frei. Wenn ich das richtig verstanden habe, waren das Jugendliche Newcomer-Bands. Nett.

Danach bin ich wieder nach Nippombashi gefahren, gemütlich Schaufensterbummeln.

Hätte ich das gewusst, hätte ich mir die teuren Hotels gespart. Umgerechnet 40€ für 3 Nächte. Nein, ich weiss natürlich, dass es sowas gibt, sowas stellt allerdings eher die letzte Alternative da, wenn man z.b. die Bahn verpasst oder kurzzeitig obdachlos ist. Vor 10 Jahren hatte ich ähnlich günstige Absteigen, aber ich brauche mittlerweile mein eigenes Bad.

Nun war die andere Hälfte der Straße dran. Da waren einige Figurenläden dabei, eine stach besonders mit seiner Auswahl hochwertiger Figuren heraus. Bei den Preisen dreht sich einem der Magen um, und das obwohl der Yen im Moment sehr günstig ist (100Yen = 55 cent, 2020 waren es eher 90 oder 100 Cent, meine ich).

Viel gibt es heute nicht zu erzählen, da ich den Tag eher zur Entspannung nutzte. Ich bin abends dann in die andere Anime-Bar – Anime Cafe & Bar CUE LAMP – gegangen um dort Abend zu Essen und dann gegen 21 Uhr schon ins Hotel. Schlaf nachholen, damit ich morgen früh fit bin, auch wenn ich keinen Stress habe. Der Bahnhof ist nicht weit und mein Zug fährt um halb 12. Allerdings möchte ich morgen Abend ins Mogra, was eh auf meiner Liste steht, aber morgen scheint  auch noch eine große Party mit halbwegs bekannten DJs zu sein. Jawoll!

Die Bar hatte einen netten Charme, war hübsch eingerichtet und auch gut besucht. Die Essensauswahl war eher speziell, also probierte ich eine Pizza. Die war auch eher speziell. Und teuer war es dort auch. Dafür einwandfreier Service, eine schöne, offene Stimmung m und nette Leute. Auch ein Crossdresser war dort – toll. Und wenn man das Klo betrat, ging der Deckel automatisch hoch. Verrückt. Ich brauche auch eine japanische Toilette, die sind so viel besser.

19. März 2026 – Nippombashi, Dotonbori

Aufgrund des gestrigen Tages bin ich heute relativ spät losgezogen und habe mich für einen ruhigen Shopping-Tag in Dendentown bzw Nippombashi entschieden, das „Elektroviertel“ Osaka. Zuerst bin ich aber durch Shinsekai gewandert, was nachts wohl beeindruckender sein soll.

In Shinsekai waren viele Läden, die zum Trinken einladen und bei denen man vor der Tür gelockt wird und auch viele Gluecksspiel-ähnliche Sachen. Und obwohl es Mittags war, war sehr viel los. Weiter geht’s nach Dendentown:

Komplette Reizüberflutung! Und mein Geldbeutel leidet auch.

Nachdem ich noch eine Stunde im Gamecenter verbracht habe, war es 20 Uhr, um die Uhrzeit schließen die meisten Läden. Ich habe gerade mal die halbe Straße geschafft.

Nun war es dunkel und Mädchen stehen schon in einer Reihe und machen Werbung für Bars, das ist echt ein komischer Anblick.

Das waren eigentlich viel mehr, aber ich wollte das nicht so offensichtlich fotografieren.

Als Absacker habe ich mich entschieden, eine Anime-Bar aufzusuchen. Mal was anderes, als irgendwo einfach nur zu futtern. Und in der Gegend gibt es auch zwei davon. Die eine hatte heute zu, also fiel die Wahl leicht. Ab in die Anime Bar Caoff Discovery. Als ich ankam, war gerade mal eine Person neben der Barkeeperin da. Das war allerdings nicht schlecht, so kamen wir schnell ins Gespräch. Der Laden füllte sich aber trotzdem zügig.

Ich lernte einen Japaner kennen, der gerne Surival Games spielt. Da „spielen“ sie Krieg nach, wenn ich das richtig verstanden hab, mit Verkleiden in Uniform u.s.w., und Airsoft Guns. Recht abgefahren. Er wollte dass ich ihm die deutschen Wörter für 1-10 beibringe. Insgesamt konnte ich hier allgemein mal ein bisschen mit Japanern reden. Tolles Erlebnis.

Danach bin ich Dotonbori entlanggelaufen, hier findet DAS Nachtleben in Osaka statt. Sehr leckere Takoyaki geholt, und ein wenig den Fluss entlanggeschlendert. Dabei diesen lustigen Musiker in Wolfsmaske gesehen. Ich wollte noch kurz in diese psychedelische Bar reinschauen. Das Gebäude war schon leicht gruselig, der Eingang kaum zu finden. Die Bar war sehr klein und ich war der einzige Gast. Er hat die auf den Bildern zu sehende Beleuchtung auch erst eingeschaltet, nachdem ich bestellt hab.

Die Bar hat die ganze Nacht offen, ich frage mich wie das funktioniert oder ob ich einfach zur falschen Zeit da war. Der Besitzer war auf jeden Fall sehr nett, wir haben viel geredet und er hat mir einige Sachen empfohlen. Vor allem den Sonnenturm werde ich bei meinem nächsten Besuch anschauen. Für morgen war er schon ausgebucht, und übermorgen geht es nach Tokyo. Auf jeden Fall abgefahrener Schuppen. Ich habe nur ein Bier genommen, aber er verkauft auch einen Cocktail in den ersten CBD-Liquid mischt. Leider konnte ich nicht lang bleiben da in Japan kurz nach 12 die letzten Züge fahren.

18. März 2026 – Kyoto

Heute geht es nach Kyoto. Eine wunderschöne kulturelle Stadt mit vielen Tempeln. Da ich hier schon einige Tage verbracht habe, kenne ich auch schon einiges. Vor kurzem habe ich Kyousougiga gesehen, ein wundervoller Anime – sehr inspiriert von Alice im Wunderland – welcher in einer Spiegelwelt Kyotos spielt, und viele der Schauplätze sind vom echten Kyoto inspiriert. Da bietet es sich doch an, diese zu besuchen. Den Kurama Tempel habe ich bewusst ausgelassen, da dieser wohl mehr oder weniger einen ganzen Tag einnimmt, und einen steilen langen Weg beinhaltet.

Mein erstes Ziel war also der Kozan-ji. Eine Stunde Fahrt mit 2 Metros und einem Bus und ich war da. Bei der Busfahrt dachte ich mir schon, uff, das sind wieder steile Straßen in den Bergen. Aber gut, aufs Handy schauen und ablenken. Laut Internet ist es vom Bus 1 Minute und laut Google flach.

Leider war mir diese Minute Weg zu heftig und ich musste aufgeben und umdrehen. Das kann doch nicht wahr sein..

Sehr schade, weil das nicht nur ein zentraler Ort im Anime darstellt und ein sehr schöner Tempel sein soll – auch sind hier die Chojuugiga zu sehen – die ältesten Manga Japans, die antropomorphe Tiere zeigen sollen und als Nationalschatz gelten. 😥

Also wieder mit dem Bus die Berge runter, umgestiegen – zum Umsteigen musste ich ein wenig laufen und dabei fing es sinnbildlich passend an zu regnen – und dann zum Genko-an. Da ist es zumindest nicht steil. Und was erwartet mich da:

Es darf einfach nicht wahr sein. Das ist genau die Zeit, in der ich in Kansai bin, ich hatte also gar keine Chance. So habe ich 0 von 3 Pilgerorten von Kyousougiga gesehen. Gut, der Fushimi Inari ist auch noch ein Ort, aber den kenn ich schon. Vielleicht geh ich da trotzdem später hin, der soll toll sein wenn es dunkel ist und hat rund um die Uhr geöffnet.

Es gibt noch ein paar weitere Orte, die für Anime benutzt worden sind und auf meiner Liste stehen. Der nächste ist die Matsugasaki Brücke aus K-On!, mal schauen, ob ich die sehen darf. Als erstes war die Matsugasaki Brücke dran:

Ein paar Meter weiter war direkt die Shugakuin Station. In echt sah sie ein bisschen heruntergekommener aus.

Nun einen langen Spaziergang weiter zur Kyoto University und Demachiyanagi:

Und noch einen Abstecher zum Ikeda-ya, das war allerdings nicht sehr spannend:

Damit war ich fertig und es war gerade mal 19 Uhr und am Schütten. Und dunkel. Der Philosophenweg lohnt sich nicht mehr, zu weit weg. Aner der Fushimi Inari ist in der Nähe. Wieso also nicht, auch wenn ich dabei meinen Regenschirm verloren habe, und mein Rucksack so nass würde, dass mein Reisepass leicht in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Hat sich trotzdem gelohnt:

Ich bin dann einen anderen Weg runter, was mich irgendwann auf einen dunklen Waldpfad gebracht hat,was ein bisschen  (arg) unheimlich und ohne Handytaschenlampe nicht machbar gewesen wäre. Ich kam dann auch zwischen irgendwelchen Häusern fernab der nächsten Haltestelle raus. Insgesamt habe an dem Tag wieder die 35000 Schritte geknackt. Leider etwas durchnässt und viel zu spät erst wieder im Hotel.

17. März 2026 – Nara

Heute habe ich mich für Nara entschieden. Dies ist mein dritter Besuch in dieser wunderschönen Stadt. Beim ersten Mal hab ich den Blog noch nicht geführt, das zweite Mal ist hier zu finden. Trotzdem gibt es was zu berichten. Google Maps hat mich komischerweise zur Tennoji Station anstatt zum Hbf geschickt (habe nur Nara eingegeben, ist mir aber erst unterwegs aufgefallen), was sowohl den Start als auch das Ende der Reise veränderte.  Die Haltestelle lag direkt an der Einkaufsstraße, also bin ich erstmal die langgegangen um zu frühstücken. Dort hat es mich ins Kamaiki verschlagen. Sehr leckere Udon. Nun aber auf Richtung Park.

Heute wollte ich zum Kasuga Taisha Schrein. 1. Wollte ich eh in diese Richtung, da ich dort noch nicht wirklich war. 2. Wurde mir im Netz empfohlen, dass die dort zu kaufenden Omikuji besonders schön sein sollen.

Ich bin dann noch ein bisschen hinter der Schrein gewandert, wo lauter kleine Schreine auf einen gewartet haben, dann aber auch umgedreht, da ich noch was sehen wollte und den Weg ja auch zurücklaufen muss. Ich hab mich dann spontan entschieden, in das Kasuga Taisha Museum zu gehen, welches für seine 700 Yen Eintritt sehr klein war – aber das war gut, denn ich hatte schon wieder nicht mehr so viel Zeit. Oben durfte man nicht mehr fotografieren, aber da waren nur noch größere Trommeln und Schwerter.

Als nächstes stand der Yoshikien auf dem Plan, ein wunderschöner Garten, den ich jedesmal besucht habe und der zum Entspannen einlädt. Am Nandai-mon, dem südlichen Tor vom Todai-ji vorbei. In den Todai-ji gehe ich nur, wenn ich noch die Zeit habe, ist zwar beeindruckend, aber der Garten ist mir lieber.

Wir hatten Viertel nach 4 und der Garten schließt um 5 Uhr. Aber der Gärtner oder was auch immer meinte, die ganze Zeit rumlaufen zu müssen und „Closing Soon“ die Leute darauf hinweisen zu müssen, dass der Garten bald zumacht. Wenn man will, ist man in 5 Minuten durchgelaufen. Das hat gestört. Um 20 vor 5 wollte ich dann den hinteren Ausgang nehmen im schneller zum Todai-ji zu kommen, aber der hat mich nicht mehr in den hinteren Bereich gelassen. 20 Minuten vor Schließung. Er hat mich glaube ich auch gar nicht verstanden, dass ich gehen wollte  beziehungsweise gar nicht zu gehört. So hat er mir meinen zur Entspannung gedachten Besuch ziemlich vermiest. Google Rezensionen berichten davon übrigens auch – jetzt unter anderem auch ich.

Also mit kleinen Umweg noch zum Todai-ji und eine Minute vor Einlassschluss bin ich noch durch das Tor. Und das war es wert – kaum Leute und ich konnte am Ende ein Foto machen, auf dem keine Leute zu sehen sind. Hier eigentlich unmöglich!

Auf dem Rückweg bin ich noch durch die Shoppingmeile gewandert. Ich wollte über den Hauptbahnhof Nara zurückfahren, weil dort ein Reh mit aktuellem Datum stand vor 6 Jahren. Diesmal leider nicht. 🤷  Dafür durfte ich eine halbe Stunde am Bahnhof warten, weil keine Züge fuhren. Wenn ich das richtig verstanden habe, dann wohl wegen Personen im Gleis. Da macht selbst die japanische  Pünktlichkeit nichts. Und weil es so spät war, als ich zurück war, gab es wieder Ramen. Aber wieso auch nicht.

16. März 2026 – von Okinawa (OKA – KIX) nach Ōsaka

4 Uhr aufgestanden. 5 Uhr Check-Out ias dem Hotel. Dann zur Schwebebahn, darf ich die auch einmal fahren. Komplett überfüllt. 6 Uhr am Flughafen. 6.30 hinter der Sicherheitskontrolle. Die Geschäfte haben noch zu oder machen gerade auf. Uff. 7.30 im Flugzeug.

Und auf nach Osaka. Damit ist der Teil meiner Reise mit den Orten die ich noch gar nicht kannte vorbei. Sapporo war spannend, außerdem war der Schnee toll, Fukuoka hat mir am besten gefallen, von der Stadt und vom Essen. Okinawa war nett, gesehen zu haben, aber hat mir nicht so gefallen. Die nicht-japanischen Einflüsse sind wohl zu groß. Ich war glaube ich auch nicht in der besten Gegend und hatte Pech mit dem Wetter. Der ÖPNV war nicht so gut und es war auch relativ dreckig.

In Osaka war ich auf jeder meiner Reisen, 2020 bin ich sogar von dort gestartet. Ein wichtiger Punkt dieses Mal ist das Osaka Schloss, das nun mittlerweile fast 10 Jahre auf mich warten musste! 2016 war ich schon am Eingang, aber leider ein paar Minuten nach dem letzten Einlass (obwohl es noch offen hatte). 2020, tja, dank Corona war zwar wenig los in Japan, und man musste sich nirgends lange anstellen, aber dafür hatten auch einige Orte geschlossen, unter anderem das Schloss. Mal schauen, ob es diesmal klappt!

Des Weiteren kann man von Ōsaka wunderbar Tagesausflüge nach Kyoto, Nara und Himeji machen. Im Nachhinein hätte ich mal lieber ein Tag mehr Osaka oder Fukuoka gemacht und einen Tag weniger Okinawa.

Nun denn, so war ich gehen 11 Uhr schon in Namba (vom KIX Flughafen muss man ne Weile fahren in die Stadt). Koffer in ein Schließfach gepackt, bin ich losgezogen. Dendentown und Dotonbori hebe ich mir wohl für einen anderen Tag auf. Erst einen kurzen Abstecher zum Namba Yasaka Schrein nach Süden – der ist bekannt für den riesigen Löwenmund und war auch entsprechend gut besucht. Dann nach Norden: Heute besuche ich mal America-mura, was direkt neben Dotonbori liegt, ich aber nie bewusst besucht habe. Dort habe ich mir erst mal die bis jetzt leckersten Takoyaki geholt – in Osaka sind die echt am besten.

Weiter zum Schloss. Den Hinweg bin ich gelaufen, um Eindrücke zu bekommen und Essen zu finden.  Da ich Lust auf Tonkatsu hatte, habe ich mich für ein Café entschieden, dass das anbot. War glaube ich nicht die beste Wahl, aber egal. Das Café war ganz nett, aber es lief sehr schnulzige Musik, die sich wie Backstreet Boys anhörten, nur schnulziger. Auf Englisch, aber glaube, japanische Musiker.

Wie man sieht, habe ich diesmal mein Ziel erreicht. Ich bin ins Schloss gekommen. Als ich die Schlange gesehen habe, dachte ich, das wird schon wieder nichts (ich war etwas knapp dran). Clever, wie ich bin (bzw. stand es im Internet, wenn man nach dem Schloss googlet), habe ich mir über klook einfach online ein Ticket gekauft, bin innerlich lachend an der Schlange vorbei und sofort reingekommen. Vor 10 Jahren wäre der Besuch für mich als Student sinnvoller gewesen, das ganze mutete wie eine Geschichtsstunde über die Sengoku-Zeit, Toyotomi Hideyoshi und die Belagerung von Osaka an. Von den interessanten Sachen dürfte man keine Fotos machen. Zudem war es sehr voll. Deswegen war ich nicht so beeindruckt. Egal, Hauptsache geschafft. ✔️ch wollte ein Foto von genau diesem POV von vor 10 Jahren gemacht haben. Heute wandelte ich also auf alten Wegen.

2026
2016

Naja, nicht ganz die selbe Stelle, aber ich hatte das Bild nicht dabei.

Nun, interessanterweise habe ich auf dem Weg Werbung für das Kaiyodo Figure Museum Miraiza Osaka-jo gesehen. Dieses liegt auf gleicher Höhe in einem Gebäude neben dem Schloss und hat auch ein wenig länger offen als das Schloss.

Das Museum war in verschiedene Räume aufgeteilt, die jeweils ein anderes Thema behandelten. So waren neben Anime und Superheldenfiguren auch Tierfiguren, Kaiju, und Figuren, die man beim Kauf von Süßigkeiten bekommen konnte (ähnlich unserer Ü-Eier) ausgestellt. Was soll ich sagen – dieser zufällige Fund hat sich definitiv gelohnt.

Damit geht ein langer Tag zu Ende. Eindrücke vom Heimweg & Abendessen (Es gab Ramen, weil in der Nähe des Hotels kaum was offen hatte, dies am scharfe Miso):

15. März 2026 – Naha

Ich habe beim Izakaya wohl ein wenig übertrieben. Vielleicht lag es auch an der Sonne. Heute fahren die Fahre übrigens wieder. Aber war eh nicht mehr geplant, und ich bin auch zu spät aufgestanden und habe mir erst mal eine Ibuprofen gegönnt. Als es mir dann besser ging, bin ich nochmal los, heute steht aber nichts besonderes auf dem Plan. Also noch ein bisschen die Kokusai-Straße entlang.

Dort habe ich mir dann in einer Sushi gegönnt, war sehr lecker.

Dann bin ich nochmal die Tsuboya Yachimun Straße entlanggelaufen. Hier habe ich mir noch so ein komisches Onigiri-Sandwich geholt, was hier wohl auch sehr beliebt ist.

Danach habe ich die Zeit noch sinnvoll genutzt und ein kleines bisschen Sport in Form von Joggen getrieben, damit ich nicht ganz einroste. Bin bis jetzt noch nicht dazu gekommen. Und auch schon mal gepackt. Abends nochmal Ramen essen..

… und dann früh ins Bett.

14. März 2026 – Naha

Da hab ich wohl etwas Pech gehabt. Die Fähren fahren immer noch nicht. Schwimmen hab ich abgeschrieben, das kann ich zur Not auch woanders. Selbst wenn morgen die Fähren fahren, ist mir das zu riskant, da ich am Montag im 5 auschecken muss, um zum Flughafen zu kommen. Falls dann die Fähre zurück ausfällt, habe ich ein Problem. So kann ich aber die ganzen kulturellen Punkte abklappern.

Zuerst das Japanese Navy Underground Headquarters – wieder einmal zu Fuß auf den Weg gemacht, so sind die Eindrücke intensiver und eine Busfahrt hätte kaum Zeit gespart. Zur Stärkung gab es heute Go-ya Champuru mit Miso Suppe und Reis. Interessant und lecker. Damit wären die kulinarischen Punkte Okinawas abgehakt.

Japanese Navy Underground Headquarters:

Danach mit dem Bus weiter zum Okinawa Prefectural Museum & Art Museum.

Busfahren ist hier echt schlimm. Hier herrscht leider nicht die japanische Pünktlichkeit, bei jedem Bus habe ich immer 10 Minuten aufwärts warten müssen. Das ist besonders nervig, da die Busse hier vielleicht einmal die Stunde fahren. Der Bus fuhr auch viel länger als angegeben aufgrund des Verkehrs. Zu Fuß wäre ich genauso schnell gewesen.

Egal, weiter Kultur. Davor habe ich mir noch bei einem Bäcker ein Knoblauchbrot geholt, das wie eine Seele aussah. War sogar ganz lecker. Brot ist hier normalerweise nicht so der Hit, Grade wenn man deutsches Brot kennt. Das Museum war sehr modern aufgebaut und auch ganz nett. Leider kaum englische Beschreibungen. Daher bin ich eher durch geschlendert und habe betrachtet. Ich habe erst nur ein Ticket für das Museum geholt, weil ich nicht wusste, wie ich mit der Zeit hinkomme. Hat aber nicht sehr lang gedauert, also habe ich mir noch ein Ticket für das Kunstmuseum geholt.

Auch das Kunstmuseum war nicht sonderlich zeitfressend. Es lief auch ein 120-minuetiger schwarz-weiß-Film, den wollte ich mir aber nicht anschauen. Danach habe ich mich noch entschieden, die temporäre Ausstellung anzuschauen, die 3x so teuer war. Netterweise hat die Dame am Ticketverkauf von sich aus angeboten, die 3 Tickets zu einem Kompletticket upzugraden, obwohl ich die beiden anderen Tickets schon gekauft habe. Die temporäre Ausstellung war sehr interessant:

Die letzten 3 Bilder waren vor dem Museumsgebäude.

Noch ein paar Eindrücke der Stadt, und von meinem Abendessen. Ich hab mich endlich mal in ein Izakaya getraut. Habe ich bis jetzt noch nicht gemacht, ist eine Art Bar, in der man normalerweise in Gruppen hingeht, trinkt und das Essen teilt. Aber auch einzelne Gäste sind gern gesehen. Mozuku Tempura ist auch eine Spezialität Okinawas, war auch sehr lecker. Die letzten 3 Sachen habe ich leider nicht fotografiert, war aber eigentlich nur nochmal ein Teil von dem was ich schon bestellt habe. 3 Getränke dazu, und das für gerade mal 25€. Wow.

13. März 2026 – American Village, Chatan, Okinawa

Wieder fallen die Fähren aus. Als ich los bin, meinen alternativen Plan umzusetzen, war mir auch klar warum. Da waren die kühlen Winde gestern ein Witz gegen, wie der Wind heute geblasen hat. Gut, dass ich nen Pulli mitgenommen habe – gestern bin ich nur in Shirt und kurzen Hosen los. War trotzdem kalt, wenn der Wind kam. Teilweise so stark, dass man seinen Körper gegendrücken musste (Böen bis zu 70km/h).

Nach dem 2. Weltkrieg wurde Okinawa von den USA verwaltet. Das merkt man in Naha auch hier und da. Allein schon Tacoreis, aber auch Champuru – das ich hoffentlich noch essen werde – was so viel wie Mix bedeutet, aber auch an den Menschen merkt man das. Hier können auch erstaunlich viele Leute halbwegs Englisch. Aber in Chatan gibt es die American Village, die das ganze touristenmäßig auf die Spitze treibt. Im Endeffekt ist das wie eine grosse amerikanische Mall, in der auch viele amerikanisch wirkende Geschäfte und Restaurants zu finden sind.

Das war ganz nett, aber schon irgendwie absurd. Danach bin ich noch in das dortige Game Center gegangen, wo ich mir endlich eine aime-Karte geholt hab. Jetzt kann ich den Fortschritt in den Geschicklichkeitsspielen, vor allem maimai Circle, was es mit angetan hat, speichern. Wobei ich an einem Automaten diesmal einen Profi hab spielen sehen, hui – da bin ich noch weit entfernt von. Zudem habe ich noch ein wenig Geld für Gachapon rausgeworfen.

Danach habe ich mir noch ein Okonomiyaki gegönnt, diesmal die normale Version. Klar hätte ich hier auch ganz amerikanisch einen Burger oder Rumpsteak zu mir nehmen können, aber naja. Das schmeckt in Deutschland wahrscheinlich besser.

12. März 2026 – Naha, Okinawa

Klasse, heut regnet es, und später wird sogar Gewitter angezeigt. Ich denke, Strand wird wohl nichts. Aber irgendwie scheinen die Strände bis auf einen eh alle weit weg zu sein. Ein paar sind mit Fähre zu erreichen, das werde ich vielleicht nutzen. Aber die fährt heute (wohl wegen des Regens) nicht.

Nichts desto trotz bin ich losgezogen, wie geplant den Naminoue Strand begutachten. Leider wurde bestätigt, was mir das Internet zuvor mitteilte, Schwimmen ist erst ab April erlaubt. Ich habe nicht sonderlich detailliert geplant, wichtig war mir ein Hotel nahe des Flughafens. Die anderen Strände sind wie schön erwähnt 2-3 Stunden entfernt, was unter anderem daran liegt, dass hier neben einer Monorail hauptsächlich Busse für den ÖPNV eingesetzt werden.

Der Strand war trotzdem sehr schön, wenn man sich die darüber befindende Autobahn wegdenkt. 10 Minuten zu Fuß vom Hotel wäre das als dauerhafte Sache schon was feines.

Als ich am Strand ankam hörte es auch zum Glück auf zu regnen. Also habe ich mir den Schein direkt daneben angeschaut. Aufgrund des angesagten weiteren Regens und Gewitter habe ich mir heute Kultur vorgenommen. Eine Stunde Fußweg laut Maps bis zum Shikinaen Garden (Weltkulturerbe).

Auf dem Weg bin ich aus Versehen durch eine Straße gelaufen, die auch auf meiner Liste stand, die Tsuboya Yachimun Street, lauter Keramik-Läden. War ganz nett, aber hat mich nicht so sehr beeindruckt. Dahinter noch ein Park. Vor dem Garten war bei Google Maps eine riesige Grünflache, die sich als riesiger Friedhof herausstellte.

Habe knapp 2 Stunden gebraucht. Aber die Straßen waren sehr verwinkelt, so dass ich dauernd aufs Handy schauen musste und mit vielen Höhenunterschieden. Der Garten war aber super! Die japanischen Gärten haben mich schon immer sehr beeindruckt (in Hiroshima gibt es auch einen richtig schönen, ich meine es war der Shukkei-en).

Danach weiter zu Schloss Shuri. Unterwegs noch einen kleinen Tempel angeschaut, lag auf dem Weg. Zudem durfte ich betrachten, wie ein Polizist jemanden durchsucht. In Japan eher ungewöhnlich. Der Weg zu Fuß sollte 30 Minuten gehen. Ich habe 90 gebraucht, weil ich aufgrund der Höhe mehrere Umwege gehen musste. Das war eine sehr anstrengenden Reise für mich.

Aber genug von meinen Ängsten (auch wenn die Straße nicht das einzige Problem auf den Weg war 😅). Irgendwann war ich dann beim Schloss. Vor 7 Jahren zerstörte ein Feuer 7 Gebäude, unter anderem auch die Haupthalle des Schlosses. Daher ist die Hälfte eine Baustelle. Es hat sich trotzdem gelohnt. Das Tor war trotzdem beeindruckend.

Danach zurück in die Stadt, aber diesmal mit dem Bus. Kein Bock mehr auf ungeplante Höhen, und das Schloss ist ganz oben. Bin an der Kokusei Straße ausgestiegen, bisschen shoppen, essen. Heute Abend dann ins Little Rockers, ein bisschen tanzen. Als ich aus einem Shop rauskam, ging plötzlich die Welt unter:

War aber nur ein kurzer Schauer. Das angekündigte Gewitter blieb zum Glück aus.

Der Schuppen war klein, kein Vergleich zur Precious Hall. Hier lassen vielleicht 20 Leute rein, der einzige Rückzugsort ist die Treppe im Freien. Dafür bin ich hier aber auch mit Leuten ins Gespräch gekommen. Wirkte sehr Underground mäßig, aber japanischer Techno ist schon sehr spannend. Recht psychedelisch und treibend. 👍

11. März 2026 – von Fukuoka (FUK – OKA) nach Naha, Okinawa

Heute geht es wieder in die Lüfte über den Wolken.

Ausgecheckt, dann ging es los zum Flughafen. Das Hotel war unbemannt, es gab nur einen kurzen Video all zum Check-In. Der Weg war nicht weit und ich hatte ein wenig Zeit, also bin ich den Tag gemütlich angegangen. Brauche ich auch nach den anstrengenden Tagen. Heißen Kaffe aus dem Automaten. An einem Restaurant, The Full Full Hakata, vorbei, die Schlange ging um den halben Block. Den vorderen Teil habe ich leider nicht fotografiert. Ich verstehe nicht wieso man sich da überhaupt noch anstellt.

Aus dem Internet hatte ich noch einen Tip, weshalb ich mich entschied, am Flughafen zu „frühstücken“.

Weißes Curry Udon, „Shiroka“, das weiße sind wohl gestampfte Kartoffeln, darunter verbirgt sich das Curry. Das bekommt man wirklich nicht überall und war auch sehr lecker! Damit habe ich meine Essens-Ziele in Fukuoka alle erfüllt! Die leckeren Ramen werde ich vermissen.

Koffer eingecheckt, hatte ich noch zwei Stunden, die ich mit Planung für Okinawa verbrachte. Mein vierter Flug in einer Woche, so langsam habe ich Übung drin – nur bin ich immer viel zu früh da. Hier läuft alles so geregelt, dass es kaum Wartezeiten gibt.

In Okinawa angekommen, war die Sonne hell an Strahlen. Was ein Unterschied zu letzter Woche! Ich bin dann ins Hotel gefahren, der Fußweg von der Bushaltestelle führte über einen schönen Park.

Auch dieses Hotel ist unbemannt und hatte die gleiche Vorgehensweise und auch App auf dem Tablet. Danach bin ich noch über den Makishi Public Market und die Kokusai Doris, während es langsam dunkel wurde. Die Straßen waren hauptsächlich besiedelt von Souvenirshops, die auch zum großen Teil ähnliche Sachen anboten. Im Gesamten nicht so spannend.