15. März 2026 – Naha

Ich habe beim Izakaya wohl ein wenig übertrieben. Vielleicht lag es auch an der Sonne. Heute fahren die Fahre übrigens wieder. Aber war eh nicht mehr geplant, und ich bin auch zu spät aufgestanden und habe mir erst mal eine Ibuprofen gegönnt. Als es mir dann besser ging, bin ich nochmal los, heute steht aber nichts besonderes auf dem Plan. Also noch ein bisschen die Kokusai-Straße entlang.

Dort habe ich mir dann in einer Sushi gegönnt, war sehr lecker.

Dann bin ich nochmal die Tsuboya Yachimun Straße entlanggelaufen. Hier habe ich mir noch so ein komisches Onigiri-Sandwich geholt, was hier wohl auch sehr beliebt ist.

Danach habe ich die Zeit noch sinnvoll genutzt und ein kleines bisschen Sport in Form von Joggen getrieben, damit ich nicht ganz einroste. Bin bis jetzt noch nicht dazu gekommen. Und auch schon mal gepackt. Abends nochmal Ramen essen..

… und dann früh ins Bett.

14. März 2026 – Naha

Da hab ich wohl etwas Pech gehabt. Die Fähren fahren immer noch nicht. Schwimmen hab ich abgeschrieben, das kann ich zur Not auch woanders. Selbst wenn morgen die Fähren fahren, ist mir das zu riskant, da ich am Montag im 5 auschecken muss, um zum Flughafen zu kommen. Falls dann die Fähre zurück ausfällt, habe ich ein Problem. So kann ich aber die ganzen kulturellen Punkte abklappern.

Zuerst das Japanese Navy Underground Headquarters – wieder einmal zu Fuß auf den Weg gemacht, so sind die Eindrücke intensiver und eine Busfahrt hätte kaum Zeit gespart. Zur Stärkung gab es heute Go-ya Champuru mit Miso Suppe und Reis. Interessant und lecker. Damit wären die kulinarischen Punkte Okinawas abgehakt.

Japanese Navy Underground Headquarters:

Danach mit dem Bus weiter zum Okinawa Prefectural Museum & Art Museum.

Busfahren ist hier echt schlimm. Hier herrscht leider nicht die japanische Pünktlichkeit, bei jedem Bus habe ich immer 10 Minuten aufwärts warten müssen. Das ist besonders nervig, da die Busse hier vielleicht einmal die Stunde fahren. Der Bus fuhr auch viel länger als angegeben aufgrund des Verkehrs. Zu Fuß wäre ich genauso schnell gewesen.

Egal, weiter Kultur. Davor habe ich mir noch bei einem Bäcker ein Knoblauchbrot geholt, das wie eine Seele aussah. War sogar ganz lecker. Brot ist hier normalerweise nicht so der Hit, Grade wenn man deutsches Brot kennt. Das Museum war sehr modern aufgebaut und auch ganz nett. Leider kaum englische Beschreibungen. Daher bin ich eher durch geschlendert und habe betrachtet. Ich habe erst nur ein Ticket für das Museum geholt, weil ich nicht wusste, wie ich mit der Zeit hinkomme. Hat aber nicht sehr lang gedauert, also habe ich mir noch ein Ticket für das Kunstmuseum geholt.

Auch das Kunstmuseum war nicht sonderlich zeitfressend. Es lief auch ein 120-minuetiger schwarz-weiß-Film, den wollte ich mir aber nicht anschauen. Danach habe ich mich noch entschieden, die temporäre Ausstellung anzuschauen, die 3x so teuer war. Netterweise hat die Dame am Ticketverkauf von sich aus angeboten, die 3 Tickets zu einem Kompletticket upzugraden, obwohl ich die beiden anderen Tickets schon gekauft habe. Die temporäre Ausstellung war sehr interessant:

Die letzten 3 Bilder waren vor dem Museumsgebäude.

Noch ein paar Eindrücke der Stadt, und von meinem Abendessen. Ich hab mich endlich mal in ein Izakaya getraut. Habe ich bis jetzt noch nicht gemacht, ist eine Art Bar, in der man normalerweise in Gruppen hingeht, trinkt und das Essen teilt. Aber auch einzelne Gäste sind gern gesehen. Mozuku Tempura ist auch eine Spezialität Okinawas, war auch sehr lecker. Die letzten 3 Sachen habe ich leider nicht fotografiert, war aber eigentlich nur nochmal ein Teil von dem was ich schon bestellt habe. 3 Getränke dazu, und das für gerade mal 25€. Wow.

13. März 2026 – American Village, Chatan, Okinawa

Wieder fallen die Fähren aus. Als ich los bin, meinen alternativen Plan umzusetzen, war mir auch klar warum. Da waren die kühlen Winde gestern ein Witz gegen, wie der Wind heute geblasen hat. Gut, dass ich nen Pulli mitgenommen habe – gestern bin ich nur in Shirt und kurzen Hosen los. War trotzdem kalt, wenn der Wind kam. Teilweise so stark, dass man seinen Körper gegendrücken musste (Böen bis zu 70km/h).

Nach dem 2. Weltkrieg wurde Okinawa von den USA verwaltet. Das merkt man in Naha auch hier und da. Allein schon Tacoreis, aber auch Champuru – das ich hoffentlich noch essen werde – was so viel wie Mix bedeutet, aber auch an den Menschen merkt man das. Hier können auch erstaunlich viele Leute halbwegs Englisch. Aber in Chatan gibt es die American Village, die das ganze touristenmäßig auf die Spitze treibt. Im Endeffekt ist das wie eine grosse amerikanische Mall, in der auch viele amerikanisch wirkende Geschäfte und Restaurants zu finden sind.

Das war ganz nett, aber schon irgendwie absurd. Danach bin ich noch in das dortige Game Center gegangen, wo ich mir endlich eine aime-Karte geholt hab. Jetzt kann ich den Fortschritt in den Geschicklichkeitsspielen, vor allem maimai Circle, was es mit angetan hat, speichern. Wobei ich an einem Automaten diesmal einen Profi hab spielen sehen, hui – da bin ich noch weit entfernt von. Zudem habe ich noch ein wenig Geld für Gachapon rausgeworfen.

Danach habe ich mir noch ein Okonomiyaki gegönnt, diesmal die normale Version. Klar hätte ich hier auch ganz amerikanisch einen Burger oder Rumpsteak zu mir nehmen können, aber naja. Das schmeckt in Deutschland wahrscheinlich besser.

12. März 2026 – Naha, Okinawa

Klasse, heut regnet es, und später wird sogar Gewitter angezeigt. Ich denke, Strand wird wohl nichts. Aber irgendwie scheinen die Strände bis auf einen eh alle weit weg zu sein. Ein paar sind mit Fähre zu erreichen, das werde ich vielleicht nutzen. Aber die fährt heute (wohl wegen des Regens) nicht.

Nichts desto trotz bin ich losgezogen, wie geplant den Naminoue Strand begutachten. Leider wurde bestätigt, was mir das Internet zuvor mitteilte, Schwimmen ist erst ab April erlaubt. Ich habe nicht sonderlich detailliert geplant, wichtig war mir ein Hotel nahe des Flughafens. Die anderen Strände sind wie schön erwähnt 2-3 Stunden entfernt, was unter anderem daran liegt, dass hier neben einer Monorail hauptsächlich Busse für den ÖPNV eingesetzt werden.

Der Strand war trotzdem sehr schön, wenn man sich die darüber befindende Autobahn wegdenkt. 10 Minuten zu Fuß vom Hotel wäre das als dauerhafte Sache schon was feines.

Als ich am Strand ankam hörte es auch zum Glück auf zu regnen. Also habe ich mir den Schein direkt daneben angeschaut. Aufgrund des angesagten weiteren Regens und Gewitter habe ich mir heute Kultur vorgenommen. Eine Stunde Fußweg laut Maps bis zum Shikinaen Garden (Weltkulturerbe).

Auf dem Weg bin ich aus Versehen durch eine Straße gelaufen, die auch auf meiner Liste stand, die Tsuboya Yachimun Street, lauter Keramik-Läden. War ganz nett, aber hat mich nicht so sehr beeindruckt. Dahinter noch ein Park. Vor dem Garten war bei Google Maps eine riesige Grünflache, die sich als riesiger Friedhof herausstellte.

Habe knapp 2 Stunden gebraucht. Aber die Straßen waren sehr verwinkelt, so dass ich dauernd aufs Handy schauen musste und mit vielen Höhenunterschieden. Der Garten war aber super! Die japanischen Gärten haben mich schon immer sehr beeindruckt (in Hiroshima gibt es auch einen richtig schönen, ich meine es war der Shukkei-en).

Danach weiter zu Schloss Shuri. Unterwegs noch einen kleinen Tempel angeschaut, lag auf dem Weg. Zudem durfte ich betrachten, wie ein Polizist jemanden durchsucht. In Japan eher ungewöhnlich. Der Weg zu Fuß sollte 30 Minuten gehen. Ich habe 90 gebraucht, weil ich aufgrund der Höhe mehrere Umwege gehen musste. Das war eine sehr anstrengenden Reise für mich.

Aber genug von meinen Ängsten (auch wenn die Straße nicht das einzige Problem auf den Weg war 😅). Irgendwann war ich dann beim Schloss. Vor 7 Jahren zerstörte ein Feuer 7 Gebäude, unter anderem auch die Haupthalle des Schlosses. Daher ist die Hälfte eine Baustelle. Es hat sich trotzdem gelohnt. Das Tor war trotzdem beeindruckend.

Danach zurück in die Stadt, aber diesmal mit dem Bus. Kein Bock mehr auf ungeplante Höhen, und das Schloss ist ganz oben. Bin an der Kokusei Straße ausgestiegen, bisschen shoppen, essen. Heute Abend dann ins Little Rockers, ein bisschen tanzen. Als ich aus einem Shop rauskam, ging plötzlich die Welt unter:

War aber nur ein kurzer Schauer. Das angekündigte Gewitter blieb zum Glück aus.

Der Schuppen war klein, kein Vergleich zur Precious Hall. Hier lassen vielleicht 20 Leute rein, der einzige Rückzugsort ist die Treppe im Freien. Dafür bin ich hier aber auch mit Leuten ins Gespräch gekommen. Wirkte sehr Underground mäßig, aber japanischer Techno ist schon sehr spannend. Recht psychedelisch und treibend. 👍

11. März 2026 – von Fukuoka (FUK – OKA) nach Naha, Okinawa

Heute geht es wieder in die Lüfte über den Wolken.

Ausgecheckt, dann ging es los zum Flughafen. Das Hotel war unbemannt, es gab nur einen kurzen Video all zum Check-In. Der Weg war nicht weit und ich hatte ein wenig Zeit, also bin ich den Tag gemütlich angegangen. Brauche ich auch nach den anstrengenden Tagen. Heißen Kaffe aus dem Automaten. An einem Restaurant, The Full Full Hakata, vorbei, die Schlange ging um den halben Block. Den vorderen Teil habe ich leider nicht fotografiert. Ich verstehe nicht wieso man sich da überhaupt noch anstellt.

Aus dem Internet hatte ich noch einen Tip, weshalb ich mich entschied, am Flughafen zu „frühstücken“.

Weißes Curry Udon, „Shiroka“, das weiße sind wohl gestampfte Kartoffeln, darunter verbirgt sich das Curry. Das bekommt man wirklich nicht überall und war auch sehr lecker! Damit habe ich meine Essens-Ziele in Fukuoka alle erfüllt! Die leckeren Ramen werde ich vermissen.

Koffer eingecheckt, hatte ich noch zwei Stunden, die ich mit Planung für Okinawa verbrachte. Mein vierter Flug in einer Woche, so langsam habe ich Übung drin – nur bin ich immer viel zu früh da. Hier läuft alles so geregelt, dass es kaum Wartezeiten gibt.

In Okinawa angekommen, war die Sonne hell an Strahlen. Was ein Unterschied zu letzter Woche! Ich bin dann ins Hotel gefahren, der Fußweg von der Bushaltestelle führte über einen schönen Park.

Auch dieses Hotel ist unbemannt und hatte die gleiche Vorgehensweise und auch App auf dem Tablet. Danach bin ich noch über den Makishi Public Market und die Kokusai Doris, während es langsam dunkel wurde. Die Straßen waren hauptsächlich besiedelt von Souvenirshops, die auch zum großen Teil ähnliche Sachen anboten. Im Gesamten nicht so spannend.

10. März 2026 – Nokonoshima und die Randgebiete Fukuokas

Heute ist schon der letzte Tag der ersten Woche und auch der letzte ganze Tag in Fukuoka. Morgen geht es dann nach Okinawa, wo ich mich ein bisschen erholen werde. Die letzten Tage waren auch echt anstrengend.

Auf dem Weg zum Bus schnell im Konbini trinken und Onigiri geholt, dann auf zum Bus. Der fuhr zur Fähre, mit der es nach Nokonoshima, eine Insel, ging.

Auf der Fähre saß einer neben mir der alle halbe Minute die Nase hochzieht, mit richtig schön viel Rotz. Ich kriege die Krise. Auch wenn Japaner bei Erkältung Maske tragen, so ist das Schneuzen leider unhöflich, und das Hochziehen des Schnodders akzeptiert. Ekelhaft, hab ich mir die letzten Tage schon öfters gedacht, aber das ist wirklich schlimm gewesen.

Nach der Fähre noch 15 Minuten mit dem Bus, man kann wohl auch laufen oder ein Fahrrad mieten, aber der Weg soll steil sein. Lieber nicht.  Im Bus, und das ist mir nun auch schon öfter passiert, frage ich den Fahrer auf japanisch: wo ich das Ticket ziehen muss (normal zieht man ein Ticket beim Einsteigen und bezahlt beim Aussteigen – hier gibt’s kein Ticket, wahrscheinlich weil Einheitspreis) und er antwortet auf Englisch.  Der Bus war zudem komplett überfüllt.

Der Weg war leider ziemlich steil und kurvig und die Mädchen die im Bus stehen mussten, kreischten immer in den Kurven. Wieso tu ich mir sowas nur an. 😭😭 Hätte ich das gewusst hätte ich verzichtet. Runter muss ich später auch noch, uff.

Aber im Folgenden sieht man, warum ich das auf mich genommen hab – das war es dann doch irgendwo wert:

Zu jeder Jahreszeit blühen hier andere Blumen, die Insel hat also einen hohen Wiederbesuchswert. Hat mir auf jeden Fall sehr gefallen. Man konnte dort auch picknicken, was auch einige getan haben. Danach ging es zum Nanzoin Tempel, sogar mit Dresscode – selbst Tattoos sind verboten. Hatte ich auch noch nicht, ist wohl auch neu und stand nicht im Internet. Das könnte blöd laufen, der Tempel liegt nämlich auch ziemlich außerhalb. Ich war von der Insel aus knapp 90 Minuten unterwegs, von der Innenstadt aber auch 40 Minuten.  Der Tempel war Recht beeindruckend, auch wenn oft keine Fotos erlaubt waren. Leider auch mit steilen Stellen, aber gut, das ist in Japan halt normal.

Am beeindruckenden an der Tempelanlage war aber das, womit er auch beworben wird: der riesige chillende Buddha:

Für dieses Foto ohne Menschen drauf musste ich eine Weile warten. In der Zwischenzeit habe ich mich kurz mit einem Eis auf eine Bank gesetzt und auch weitere Fotos geschossen.

Da es mir nicht so gut ging, und ich aufgrund der Zeit sehr schnell hätte durch müssen (das Museum daneben hätte dann auch schon zugehabt) habe ich den nächsten Punkt, den Dazaifu Tenmangu Schrein – auch außerhalb gelegen – ausgelassen. Ein kleiner Grund,  wiederzukommen. Stattdessen habe ich mich direkt dem übernächsten Punkt gewidmet. Lalaport – ein Einkaufszentrum. Mit einem wohltuenden Spaziergang habe ich mich dorthin begeben und bin durch das Firmenviertel von Fukuoka gelaufen. Auch wenn ich mit Gundam nichts anfangen kann, der Grund war eine lebensgroße Gundam Statue. Ich hatte auch noch das Glück, dass sie, als ich Fotos gemacht hatte, sich anfing zu bewegen (es war 18 Uhr).

Auf dem Weg dorthin hab ich Takoyaki entdeckt, auf die ich mich schon seit der Ankunft freue, aber noch keine gefunden hatte! Gestern war ich bei meinem Hotel um die Ecke, wo es welche geben sollte, aber da war sowas wie eine Veranstaltung, und ich durfte nicht rein. Leider waren die nicht so gut, also hab ich mir im Einkaufszentrum noch welche geholt (auf den Rückweg habe ich dann noch einen Stand entdeckt). Auf dem Dach des Einkaufszentrum gab es einen Fussballplatz, wo auch eine Gruppe Jugendlicher trainiert hat. Wenn man halt zu wenig Platz hat. Das Gamecenter im vierten Stock hat mich dieses Mal zum Glück nicht gelockt, es war hauptsächlich auf Cranegames und Gundam ausgelegt.

Zu guter Letzt bin ich noch ins Ichiran Ramen-Restaurant, da dieses wohl sehr beliebt sein soll, immer mit langen Schlangen. Eine Kette, die ihren Ursprung in Fukuoka hat. Speziell ist hier, dass man komplett für sich allein is(s)t. Man sitzt an einer Art Kabine, wie man auf dem Foto sieht, und durch die Gardine wird einem das Essen gereicht. Man soll sich voll auf das Essen konzentrieren können. Sonderwünsche – so wie auch die Bestellung – werden per Zettel geäußert. Jeder Bonus zu der normalen Suppe (Ei, zusätzliches Fleisch, Pilze, u.s.w. wird separat serviert. War eine Erfahrung wert und auch echt lecker – so wie alle Ramen, die ich in Fukuoka gegessen habe. Ich hatte Glück, in Canal City bei mir um die Ecke waren um 20.50 Uhr nur 3 Leute vor mir. Um 21 Uhr machen die Geschäfte zu, und als ich im 21.20 aus dem Laden rauskam.. seht selbst:

Da ich morgen früh schon wieder auschecken muss, bin ich danach ins Hotel.

09. März 2026 – Pilgerfahrt nach Karatsu

Heute stand ein Ausflug nach Karatsu auf dem Plan.

Zuerst jedoch habe ich die Dusche in meinem Appartment genutzt. Eine japanische Dusche, hatte ich so noch nicht. Der ganze Duschraum (in dem auch eine Badewanne ist) darf nass werden. Sehr toll, hätte ich Zuhause auch gern.

Fertig gemacht und los, musste ich dann hetzen, da ich festgestellt habe, dass die Bahnen nicht durchgehend so günstig fahren, sondern nur morgens und abends. Und ich wollte nicht eine Stunde warten. Also auch kein Frühstück. Habe wirklich eine Punktlandung hinbekommen.

Im Zug habe ich meine Route für heute aufgestellt.

Ich habe nur ein Ticket nach Karatsu gekauft, mich aber entschieden, nach  Nishi-Karatsu zu fahren. Dort konnte man aber nicht nachzahlen und musste das Ticket nur in einen Behälter werfen, anstatt es zu entwerten un rauszukommen.  Jetzt bin ich in Japan also für 50cent schwarz gefahren 😱 was ja bei dem japanischen System gar nicht möglich ist.

Auf zu meinem ersten Ziel.

Die Gegend war sehr ländlich, und auch wenn die ländlichen Gegenden Japans schön sind, muss es schon Gründe haben, die einen da hin ziehen. Da die Präfektur Saga in den letzten Jahren wirtschaftlich in keine rosige Zukunft blickte, wurde ein Anime erschaffen, der als Werbung fungieren sollte – und das sehr erfolgreich. Da Karatsu von Fukuoka einfach zu erreichen war,  einen grossen Teil der im Anime erschienenen Orte abdeckt (diese sind über ganz Saga verteilt), habe ich mich für Karatsu entschieden – daher Pilgerfahrt.

Leider hat aus irgendeinem Grund (ich habe aus Versehen mein Handy rebootet, ich vermute, dass es daran lag) mein mobiles Internet nicht mehr funktioniert. Das hat mir vor allem Anfangs die Stimmung versaut, mich Zeit gekostet, weil ich versucht habe, es zu reparieren, und ich konnte nicht mehr so gut planen. Zum Glück habe ich die meiste Planung schon im Zug gemacht. Vor 10 Jahren hatte ich auch kein mobiles Internet und es ging auch, auch heute habe ich den Tag meistern können. Google Maps zeigte zumindest die Karte und meinen Standpunkt an. Als nächstes – mit einem kleinen Zwischenstop bei einem Tempel, der nichts mit Zombieland Saga zu tun hatte, und ein frisch verheiratetes Paar gerade Fotos machte – ging es zum Schloss Karatsu. Mit 500 Yen Eintritt war es drinnen erstaunlich unbeeindruckend (waren eh keine Fotos erlaubt), und wer keine Treppen laufen wollte durfte nochmal 100 Yen für einen Aufzug bezahlen. Aber von aussen fand ich das Schloss schön und die Aussicht war auch nicht schlecht.

Danach ging’s durch den Rainbow Pine Grove, bei dem ich irgendwann Angst hatte, ich müsse wieder umdrehen, weil der Weg bei Google Maps in echt so aussah, als dürfen da später nur noch Autos entlang (konnte es ohne Internet ja nicht prüfen). Aber schöner und länger Wald. Das Wetter ist übrigens seit dem Schloss T-Shirt-Wetter. Und zum Glück funktionierte mein Weg, auch wenn ich kurz durch „wilden“ Wald musste. Nächster Punkt: Kagamiyama und Kaution Shopping Center. Kagamiyama und das riesige Toori unten waren beeindruckend, auf das Observationsdeck (auch ein Handlungsort) wollte ich dann doch nicht, da der Weg nach Serpentinen aussah und wohl auch besser mit Auto bewältigt wird? Ich weiss es nicht, und aus Zeit- und Höhenangstgründen habe ich es auch nicht herausgefunden (laut Google zu Fuß eine Stunde hoch).

Das Einkaufscenter war nicht sehr beeindruckend, aber klar in so einer kleinen Stadt. Wäre normal auch nicht auf meiner Liste. Hier hatte ich kurz W-Lan und wie sich im Hotel herausstellte, hätte ich hier wieder Internet haben können, hätte ich in den Hilfe-Chat geschaut, welchen ich beim letzten W-Lan starten konnte, bis die Verbindung abriss. Ich hatte mich dann damit abgefunden und wollte nicht noch mehr Zeit verschwenden, da mein Plan nicht so viel Trödeln zuließ. In so einem Dorf gibt es nicht häufig freies W-Lan. Selbst in Fukuoka gibt es das nicht an jeder Ecke.

Nun schnell zum nächsten Punkt, am Einkaufscenter konnte ich per W-Lan checken, ob die Zeit noch reicht. Die Karatsu Boot-Rennbahn. Wäre sicher schön gewesen, da auch ein Bootsrennen zu sehen, aber deswegen bin ich ja nicht hier.

Da die Zeit langsam knapp wurde bin ich strammen Schrittes zum nächsten Ziel, das Zentrum der Stadt. Dort gab es einen Souvenirladen, der demnächst zumacht. Und oft passiert es mir, dass ich ein zwei Sachen am Ende wegen der Öffnungszeiten nicht sehen kann. Aber von Weg her hat es so am meisten Sinn ergeben. Leider war fast alles schon ausverkauft (sicher nicht von heute), selbst T-Shirts gab’s nur noch in Größe M. Und die japanischen Größen fallen eh was kleiner aus (aber hey, es passt mir Grade so).

Nun noch der Bahnhof und den Super Morinaga Supermarkt (und wieder zum Bahnhof zurück), und ich habe alle Spots aus der Serie in Karatsu Just in Time (und ohne Internet) geschafft. Die Spots an anderen Städten in Saga müssen dann wohl auf meine nächste Japanreise warten. Ich würde Kyuushuu eh gern länger besuchen, das hat diesmal aber einfach nicht reingepasst mit Sapporo und Okinawa.

08. März 2026 – Fukuoka

Heute bin ich losgezogen und als erstes in die Canal City direkt um die Ecke. Vielleicht nicht so gut mit Shopping anzufangen, da ein paar Sehenswürdigkeiten auf meiner Liste stehen. Hier gibt es auch ein Kirby Café! Leider muss man auch hier reservieren. Ich überlege es mir mal.

Für Frühstück habe ich mich dann für Okonomiyaki entschieden, da ich zufälligerweise einen vielversprechenden Laden gesehen habe, direkt hinter dem Kirby-Café. Jetzt hab ich mich sogar dafür angestellt. Geht hoffentlich nicht  so lange. Aber der Ichiran Ramen Laden direkt daneben hat eine viel längere Schlange.

15 Minuten musste ich warten, dafür kam dann auch schon zeitnah das Essen. Der Laden heißt Denko-Seppa, ich habe das gleichnamige Okonomiyaki genommen. Ist Hiroshima-Style, das hatte ich tatsächlich schon mal in Hiroshima.

Als nächstes waren die Schreine im Stadtteil Hakata dran. Zuerst der Toshida Schrein, der wohl bekannteste in Fukuoka. Hier fand auch gerade eine Zeremonie mit einem Priester und einer Miko statt. Keine Fotos erlaubt. Aber die Schlange der Leute die beten wollen, konnte ich fotografieren.

Als nächstes der Tochoji-Tempel, nur ein paar Meter weiter nördlich.  Hier konnte ich mir ein Omikuji, ein Zettel, der einem sein Glück vorhersagt kaufen. Ich hab einfach nur „Glück“ gezogen. Es gibt ein paar Stufen drüber aber auch drunter, „Curse“ bzw Pech. Danach bin ich wohl „durch die Hölle gegangen“, im Tempel war ein Durchweg, bei dem erst Bilder Dämonen in der Hölle dargestellt waren. Danach wurde der Gang komplett dunkel, man sah nichts mehr und musste tasten, da der Gang gewunden war. Irgendwann kam ein Bild mit Buddhas, welches hell erleuchtet war. Dies stellt wohl den Gang durch die Hölle und die Erleuchtung dar. Spannende Erfahrung. Außerdem gab es einen recht grossen Holzbuddha zu sehen. Leider waren keine Fotos erlaubt. Dahinter befanden sich noch weiter  kleine Tempel und Schreibe und Friedhöfe. Alle habe ich mir nicht angesehen, da diese Recht klein und sehr ähnlich waren.

Ala nächstes bin ich zum Fukuoka Schloss, bzw. Das was davon übrig ist. Für das Schloss bin ich ein Viertel Jahrtausend zu spät. 🤷 Ich wollte erst mit dem Bus fahren, aber das habe ich nicht hinbekommen. Ein Bus kam, aber andere Linie. Und als der Weg war, würde bei Google auch angezeigt, dass meiner weg war. Dann bin ich lieber gelaufen, warten hätte sich nicht gelohnt.  So habe ich eine kleine Anti-Kriegs-Demo gesehen.  Die Schlossruinen waren interessant und von oben hatte man einen schönen Ausblick. U.a. auf den Ohori Park, der mein nächstes Ziel war. So einen hätte ich gern Zuhause, ein Traum zum Joggen oder Fahrradfahren. Sehr idyllisch, und ein Weg führte auch mitten über das Wasser.

Danach wollte ich noch in den Teamlab Forest, soll visuell sehr anregend sein, war aber zu spät und kam nicht mehr rein. Aber gibt’s auch in Tokyo und da wohl größer. Bin dann mit dem Bus zur Tenjin Underground Mall, so man Klamotten shoppen und Cafe und Kuchen zu sich nehmen kann. Da schon abends war, hatte danach nichts kulturelles mehr offen und ich wollte ins Barviertel von Tenjin. Auf dem Weg lagen aber Gamescenter, weiter bin ich nicht gekommen. 3 Stück, nebeneinander und gegenüber, ich kannte bis jetzt nur Taito. Alle 3-4 Stockwerke hoch und das eine hat durchgehend geöffnet. Wahnsinn. Da waren auch einige Spiele, die ich noch nicht gesehen habe, wie eine virtuelle Pferderennbahn. Habe dann auf das Barviertel verzichtet, war mir auch nicht wichtig. Danach bin ich noch essen gegangen, kurz zum  Kushida-Schrein, weil der laut Google nachts noch besser sein soll (naja, nur halt leer und zum Teil zu) und dann auch ins Hotel und ins Bett, da ich morgen früh raus wollte und auch k.o. war.

07. März 2026 – von Chitose (CTS – FUK) nach Fukuoka

Heute nahm ich mal das Hotelfrühstück in Anspruch, da ich nicht so viel Zeit hatte, da ich noch zum Sapporo Beer Museum laufen wollte und dann zeitnah zum Flughafen musste.

Nächstes Mal doch wieder auswärts. Aber war okay.
Ein Getränk für den Weg. Lecker.
Ein Schrein auf dem Weg
Wtf

Das Museum selber war nicht so groß, das Restaurant danach sah aber interessant aus und bot günstig All you can Eat Jingisukan. Aber keine Zeit – Verdammt.

Eindrücke auf dem Rückweg:

Eindrücke vom Flughafen:

Und während ich im Flieger sitze, schreibe ich diese Zeilen. Die nächsten 3 Tage steht dann Fukuoka auf dem Plan. Ich freue mich schon auf die yatai – die Open Air Food Stände, und die weltbekannten Hataka Ramen. :3

Das habe ich auch direkt umgesetzt. Nach dem Check-In bin ich noch mal los. Die Unterkunft ist übrigens sehr groß.

Der Weg von Hotel ins Partyviertel führte mich durch ein kleines Rotlichtviertel, wo mich die netten Herren alle direkt reingebeten haben.  Unheimlich.

Ich bin dann aber fündig geworden und habe hier für umgerechnet 4€ die ziemlich besten Ramen bis jetzt gegessen.  Die Brühe ist ein Traum. Die Beilagen könnten mehr sehen, aber für den Preis. Auf dem Rückweg von ich parallel vom RotlichTviertel an die richtige yatai-Straße gekommen. Laut Google sind die guten Restaurants aber voll und die anderen Touristenfallen. Und tatsächlich, wie im Rotlichtviertel wurde ich gelockt und hereingebeten. Das ist nie ein gutes Zeichen. Gut, dass ich den anderen Laden  zuerst gefunden habe.

06. März 2026 – Sapporo

Heute etwas früher wach, werde ich die etwas abgelegeneren Orte besuchhen. Genauer gesagt steht die Historical Village of Hokkaido auf dem Plan. Ich schreibe nicht in Vergangenheit, weil ich den Anfang des Textes im Zug verfasse. Es gäbe noch ein paar Orte, die aber alle außerhalb mit mindestens einer Stunde Fahrzeit zu erreichen sind. Die werde ich wohl nicht schaffen. Unter anderem ein Onsen, aber ein Onsen im Schnee hatte ich schon, und nächste Woche gehe ich oft genug baden. Vielleicht komme ich ja irgendwann nochmal hier her. Nun erst mal mit der Bahn nach Shin-Sapporo. Bis ich mich mit dem Ticketsystem wieder zurechtfand, vergingen ein paar Minuten. Aber werde es dir Tage noch öfters brauchen.

Da ich nicht zu viel Zeit verschwenden wollte gab es heute nur ein kleines Frühstück auf die Hand, als ich auf den Bus in Shin-Sapporo gewartet habe.

Wow, ich hab ganze 4 1/2 Stunden dort verbracht. Wer hätte das gedacht (es stand bei Google, das man dort locker 4 Stunden verbringen kann – aber ich hab’s nicht so ganz geglaubt). Leider hab ich dadurch das Museum direkt nebenan nicht geschafft, aber mit gestern ist das vielleicht sonst ein wenig zu viel Kultur. 😅 Ich hab dort echt viele Fotos gemacht, aber ich glaube, es wirkt nur beeindruckend, wenn man es live sieht. Von daher nur eine kleine Auswahl:

Uff.. zudem musste man in einigen Gebäuden (sicher die Hälfte) seine Schuhe ausziehen und Schlappen anziehen. An sich okay, aber bei der Kälte dachte ich irgendwann, meine Füße erfrieren.

Da der Tag nun fast rum war, und die meisten Sehenswürdigkeiten zu hatten, bzw. Ich sie nach der Rückfahrt nicht mehr rechtzeitig erreichen würde, entschied ich mich, den ShiroiKoibito-Park zu besuchen. Den Park der weißen Liebenden. Weiß wahrscheinlich wegen weißer Schokolade, da hier auch viel Schokolade verkauft wird und eine Schokoladenfabrik direkt daran anschließt. Die Tour dadurch hatte aber schon zu.

Man könnte jetzt behaupten, das ist doof, da allein hinzugehen, aber das war soooo kitschig, dass ich eigentlich ganz froh war:

Einige Eindrücke vom Rückweg:

🙁

Am Freitag bin ich schon an einem Petshop in der Tanukikojo vorbeigelaufen, die sehen es aber nicht gern, wenn man Fotos macht -verständlich, Tiere auf kleinstem Raum. Apropos – zur Tanukikoji ging es auch wieder.

Hab ein Gacha gefunden und auch direkt gezogen was ich wollte.Dann zur Ramen Street Abendessen.

Das war scharf, hab aber schon Schärferes gegessen. Aber nicht viel. Danach ging es noch einmal in die Precious Hall, wenn auch nicht lang, da ich morgen um 10 auschecken muss. Was schade war, auch diese Party war sehr gut.