08. März 2026 – Fukuoka

Heute bin ich losgezogen und als erstes in die Canal City direkt um die Ecke. Vielleicht nicht so gut mit Shopping anzufangen, da ein paar Sehenswürdigkeiten auf meiner Liste stehen. Hier gibt es auch ein Kirby Café! Leider muss man auch hier reservieren. Ich überlege es mir mal.

Für Frühstück habe ich mich dann für Okonomiyaki entschieden, da ich zufälligerweise einen vielversprechenden Laden gesehen habe, direkt hinter dem Kirby-Café. Jetzt hab ich mich sogar dafür angestellt. Geht hoffentlich nicht  so lange. Aber der Ichiran Ramen Laden direkt daneben hat eine viel längere Schlange.

15 Minuten musste ich warten, dafür kam dann auch schon zeitnah das Essen. Der Laden heißt Denko-Seppa, ich habe das gleichnamige Okonomiyaki genommen. Ist Hiroshima-Style, das hatte ich tatsächlich schon mal in Hiroshima.

Als nächstes waren die Schreine im Stadtteil Hakata dran. Zuerst der Toshida Schrein, der wohl bekannteste in Fukuoka. Hier fand auch gerade eine Zeremonie mit einem Priester und einer Miko statt. Keine Fotos erlaubt. Aber die Schlange der Leute die beten wollen, konnte ich fotografieren.

Als nächstes der Tochoji-Tempel, nur ein paar Meter weiter nördlich.  Hier konnte ich mir ein Omikuji, ein Zettel, der einem sein Glück vorhersagt kaufen. Ich hab einfach nur „Glück“ gezogen. Es gibt ein paar Stufen drüber aber auch drunter, „Curse“ bzw Pech. Danach bin ich wohl „durch die Hölle gegangen“, im Tempel war ein Durchweg, bei dem erst Bilder Dämonen in der Hölle dargestellt waren. Danach wurde der Gang komplett dunkel, man sah nichts mehr und musste tasten, da der Gang gewunden war. Irgendwann kam ein Bild mit Buddhas, welches hell erleuchtet war. Dies stellt wohl den Gang durch die Hölle und die Erleuchtung dar. Spannende Erfahrung. Außerdem gab es einen recht grossen Holzbuddha zu sehen. Leider waren keine Fotos erlaubt. Dahinter befanden sich noch weiter  kleine Tempel und Schreibe und Friedhöfe. Alle habe ich mir nicht angesehen, da diese Recht klein und sehr ähnlich waren.

Ala nächstes bin ich zum Fukuoka Schloss, bzw. Das was davon übrig ist. Für das Schloss bin ich ein Viertel Jahrtausend zu spät. 🤷 Ich wollte erst mit dem Bus fahren, aber das habe ich nicht hinbekommen. Ein Bus kam, aber andere Linie. Und als der Weg war, würde bei Google auch angezeigt, dass meiner weg war. Dann bin ich lieber gelaufen, warten hätte sich nicht gelohnt.  So habe ich eine kleine Anti-Kriegs-Demo gesehen.  Die Schlossruinen waren interessant und von oben hatte man einen schönen Ausblick. U.a. auf den Ohori Park, der mein nächstes Ziel war. So einen hätte ich gern Zuhause, ein Traum zum Joggen oder Fahrradfahren. Sehr idyllisch, und ein Weg führte auch mitten über das Wasser.

Danach wollte ich noch in den Teamlab Forest, soll visuell sehr anregend sein, war aber zu spät und kam nicht mehr rein. Aber gibt’s auch in Tokyo und da wohl größer. Bin dann mit dem Bus zur Tenjin Underground Mall, so man Klamotten shoppen und Cafe und Kuchen zu sich nehmen kann. Da schon abends war, hatte danach nichts kulturelles mehr offen und ich wollte ins Barviertel von Tenjin. Auf dem Weg lagen aber Gamescenter, weiter bin ich nicht gekommen. 3 Stück, nebeneinander und gegenüber, ich kannte bis jetzt nur Taito. Alle 3-4 Stockwerke hoch und das eine hat durchgehend geöffnet. Wahnsinn. Da waren auch einige Spiele, die ich noch nicht gesehen habe, wie eine virtuelle Pferderennbahn. Habe dann auf das Barviertel verzichtet, war mir auch nicht wichtig. Danach bin ich noch essen gegangen, kurz zum  Kushida-Schrein, weil der laut Google nachts noch besser sein soll (naja, nur halt leer und zum Teil zu) und dann auch ins Hotel und ins Bett, da ich morgen früh raus wollte und auch k.o. war.

07. März 2026 – von Chitose (CTS – FUK) nach Fukuoka

Heute nahm ich mal das Hotelfrühstück in Anspruch, da ich nicht so viel Zeit hatte, da ich noch zum Sapporo Beer Museum laufen wollte und dann zeitnah zum Flughafen musste.

Nächstes Mal doch wieder auswärts. Aber war okay.
Ein Getränk für den Weg. Lecker.
Ein Schrein auf dem Weg
Wtf

Das Museum selber war nicht so groß, das Restaurant danach sah aber interessant aus und bot günstig All you can Eat Jingisukan. Aber keine Zeit – Verdammt.

Eindrücke auf dem Rückweg:

Eindrücke vom Flughafen:

Und während ich im Flieger sitze, schreibe ich diese Zeilen. Die nächsten 3 Tage steht dann Fukuoka auf dem Plan. Ich freue mich schon auf die yatai – die Open Air Food Stände, und die weltbekannten Hataka Ramen. :3

Das habe ich auch direkt umgesetzt. Nach dem Check-In bin ich noch mal los. Die Unterkunft ist übrigens sehr groß.

Der Weg von Hotel ins Partyviertel führte mich durch ein kleines Rotlichtviertel, wo mich die netten Herren alle direkt reingebeten haben.  Unheimlich.

Ich bin dann aber fündig geworden und habe hier für umgerechnet 4€ die ziemlich besten Ramen bis jetzt gegessen.  Die Brühe ist ein Traum. Die Beilagen könnten mehr sehen, aber für den Preis. Auf dem Rückweg von ich parallel vom RotlichTviertel an die richtige yatai-Straße gekommen. Laut Google sind die guten Restaurants aber voll und die anderen Touristenfallen. Und tatsächlich, wie im Rotlichtviertel wurde ich gelockt und hereingebeten. Das ist nie ein gutes Zeichen. Gut, dass ich den anderen Laden  zuerst gefunden habe.

06. März 2026 Sapporo

Heute etwas früher wach, werde ich die etwas abgelegeneren Orte besuchhen. Genauer gesagt steht die Historical Village of Hokkaido auf dem Plan. Ich schreibe nicht in Vergangenheit, weil ich den Anfang des Textes im Zug verfasse. Es gäbe noch ein paar Orte, die aber alle außerhalb mit mindestens einer Stunde Fahrzeit zu erreichen sind. Die werde ich wohl nicht schaffen. Unter anderem ein Onsen, aber ein Onsen im Schnee hatte ich schon, und nächste Woche gehe ich oft genug baden. Vielleicht komme ich ja irgendwann nochmal hier her. Nun erst mal mit der Bahn nach Shin-Sapporo. Bis ich mich mit dem Ticketsystem wieder zurechtfand, vergingen ein paar Minuten. Aber werde es dir Tage noch öfters brauchen.

Da ich nicht zu viel Zeit verschwenden wollte gab es heute nur ein kleines Frühstück auf die Hand, als ich auf den Bus in Shin-Sapporo gewartet habe.

Wow, ich hab ganze 4 1/2 Stunden dort verbracht. Wer hätte das gedacht (es stand bei Google, das man dort locker 4 Stunden verbringen kann – aber ich hab’s nicht so ganz geglaubt). Leider hab ich dadurch das Museum direkt nebenan nicht geschafft, aber mit gestern ist das vielleicht sonst ein wenig zu viel Kultur. 😅 Ich hab dort echt viele Fotos gemacht, aber ich glaube, es wirkt nur beeindruckend, wenn man es live sieht. Von daher nur eine kleine Auswahl:

Uff.. zudem musste man in einigen Gebäuden (sicher die Hälfte) seine Schuhe ausziehen und Schlappen anziehen. An sich okay, aber bei der Kälte dachte ich irgendwann, meine Füße erfrieren.

Da der Tag nun fast rum war, und die meisten Sehenswürdigkeiten zu hatten, bzw. Ich sie nach der Rückfahrt nicht mehr rechtzeitig erreichen würde, entschied ich mich, den ShiroiKoibito-Park zu besuchen. Den Park der weißen Liebenden. Weiß wahrscheinlich wegen weißer Schokolade, da hier auch viel Schokolade verkauft wird und eine Schokoladenfabrik direkt daran anschließt. Die Tour dadurch hatte aber schon zu.

Man könnte jetzt behaupten, das ist doof, da allein hinzugehen, aber das war soooo kitschig, dass ich eigentlich ganz froh war:

Einige Eindrücke vom Rückweg:

🙁

Am Freitag bin ich schon an einem Petshop in der Tanukikojo vorbeigelaufen, die sehen es aber nicht gern, wenn man Fotos macht -verständlich, Tiere auf kleinstem Raum. Apropos – zur Tanukikoji ging es auch wieder.

Hab ein Gacha gefunden und auch direkt gezogen was ich wollte.Dann zur Ramen Street Abendessen.

Das war scharf, hab aber schon Schärferes gegessen. Aber nicht viel. Danach ging es noch einmal in die Precious Hall, wenn auch nicht lang, da ich morgen um 10 auschecken muss. Was schade war, auch diese Party war sehr gut.

05. März 2026 – Sapporo

Da ich etwas Schlaf nachholen musste und gestern spät wurde bin ich heute etwas später gestartet. Dank den Putzfrauen und den hellhörigen Wänden aber auch nicht zu spät. Als erstes hab ich mich mit einem leckeren Curry auf der Straße gegenüber gestärkt.

Danach ging es dann am Odori Park vorbei zum Clock Tower. Der nette Guide im Inneren hat mit allen Leuten gequasselt, auch mit mir und auch ein Foto für mich gemacht.

Weiter zum Former Hokkaido Government Office Building. Habe mir unterwegs einen Kaffe aus dem Kühlregal geholt, ohne Milch, null Kalorien. Schmeckte aber Scheisse.. wie kälter Kaffee. 😅

War ganz nett, sehr Amerikanisch. Bin aber Recht schnell durch. Also nächstes stand das Hokkaido University Museum auf dem Plan. Der Typ auf dem Foto mit mir war hier auch ein paar Mal zu sehen (Dr. William Smith Clark), der scheint hier bildungstechnisch einen starken Eindruck hinterlassen zu haben. Das Museum war nicht schlecht, viele verschiedene kleine Ausstellungen, meist mit Forschung verbunden. Einige Tierpräparate, sowas sieht man nicht so oft. Und Bären gibt es in Japan ja wirklich. Habe zum Glück noch keinen echten gesehen.

Danach bin ich über den Sapporo Bahnhof (den ich bis jetzt noch nicht gesehen habe) –

über den Underground Pedestrian Space wieder Richtung Susukino (dort ist das Hotel) wieder zurück. Den Eingang zu finden war gar nicht so einfach, bin eine Weile im den Bahnhof herum geirrt.

Durch den späten Start habe ich heut also nicht so viel geschafft. Warum schließt auch alles gegen 17-18 Uhr, wenn es dunkel wird. Aber die Sehenswürdigkeiten sind hier überschaubar. Die Kälte ist echt anstrengend, aber es ist schön, so viel Schnee im sich zu haben. Überall sind weiße Flächen, hohe Schneeberge, wie ich wie ich sie in Deutschland vor 20 Jahren vielleicht Mal gesehen habe.

Heute Abend gibt es für mich Jingisukan (Dschingis Khan) zum Abendessen, eine Spezialität Hokkaidos.

Man muss es selber machen und eigentlich wollte ich All you can eat, das geht aber erst ab zwei Personen.  War trotzdem lecker und interessant. Leider stand nicht da, aus welchem Teil des Lammes das Fleisch war. Lamm, „besonderes“ Lamm und Hammelfleisch waren die Sorten.

Hier noch einige Eindrücke vom Nachtleben, zu den Schlagzeiten waren es unglaublich viele Menschen:

04. März 2026 – Umstieg in Tokyo nach Sapporo

Haneda Flughafen Terminal 2

In Haneda angekommen, wollte ich meine eSim aktivieren. Leider hat es nicht funktioniert. Also erstmal W-Lan finden und rausfinden wieso. Stellt sich heraus, dass man Roaming aktivieren muss. Kann ja niemand ahnen, sowas stellt man ja wegen den Gebühren eigentlich nicht ein. Egal, nun günstiges Internet in Japan ohne W-Lan-Hopping.

Ich hatte aber auch nicht viel Zeit, und wie sich herausstellt musste ich den Koffer wieder holen und neu einchecken. Das wurde mir in Frankfurt anders mitgeteilt. 🙄 Das setzte mich etwas unter Druck.

Eigentlich wollte ich noch die Welcome Suica Card holen, eine Karte mit der man einfach die Busse und Bahnen bezahlen kann. Hab sie extra vorbestellt. Am Schalter angelangt hieß es ich müsse warten. Das wollte ich nicht, also Bestellung gecancelt, jetzt muss ich in Sapporo eine normale holen. Bin dann wieder eingecheckt anstatt erst mal Geld abzuheben.  Hinter dem Check In hab es nur einen Automaten und da haben beide Karten nicht funktioniert. Toll. Hoffe, es gibt in Sapporo kein Problem – sonst hab ich ein Problem. Läuft also alles nicht ganz so flüssig wie bisher.

Man soll nur 10 Minuten vor dem Boarding am Gate sein. Und tatsächlich hat das gereicht. Wahnsinn.

Flug war kurz, Geld abheben hat hier geklappt (puh), nächster Plan war Ebisoba Ramen, eine Empfehlung des Internets. Sie Schlange war so lang, dass ich mich dagegen entschieden habe, schade. Also ab zum Hotel und in Sapporo was zu essen suchen.

Die 🐍

Nach dem einchecken endlich geduscht, bin ich zum Hauptlokal des Ebisoba Ichigen, konnte dabei die Stadt erkunden. Das Hauptlokal war fast voll, aber Platz war da. Das besondere ist, dass die Brühe hier auf Shrimps basiert (meist Nur Soya/Miso, manchmal Schweineknochen). War definitiv lecker. Aber ich hätte ungern dafür solange gewartet wie ich am Flughafen hätte müssen.

Nebenbei habe ich einiges von Susukino, dem lebendigsten Stadtteil von Sapporo gesehen.

Im Anschluss bin ich noch die Tanukikoji (Waschbär Shopping Straße) entlanggelaufen.

Dort gibt es das in Japan in den lebendigen Vierteln übliche, Gashapon, Patchinko, Maid-Cafes, Läden mit Greifarm-Slots und Geschicklichkeitsspielen, Bars die auf Spass und Alkohol aus sind, u.s.w. Also jede Menge Spaß und Glücksspiele.

An einem Geschicklichkeitsspiel hab ich mich auch ausprobiert, hat Spaß gemacht und war gar nicht mal teuer, 50 Cent für knapp 15 Minuten, maimai Circle. Gibt’s nur leider in Deutschland nicht.

Danach hab ich noch einen Abstecher zum Odori Park gemacht, mit Aussicht auf den Fernsehturm (auf das hochfahren verzichte ich dankend). Das Wetter war übrigens die ganze Zeit bescheiden, Regen bis Schneefall.

Und weil ich noch nicht lange genug wach bin, hab ich am Ende einen Abstecher in die Precious Hall gemacht. Anscheinend sehr bekannt für das fabelhafte Soundsystem, eines der besten Japans und auch international angeblich bekannt.

Mehr Fotos gibt’s aber nicht, da drinnen keine Fotos erlaubt waren. Der Sound war echt gut, die Musik für mich etwas zu ruhig (aber laut!), aber hat Spaß gemacht. Jetlag scheint bei mir das Gegenteil zu bewirken, aber wenn man schon mal hier ist..

03. März 2026 – Die Reise beginnt

Heute geht es los. Es wird anstrengend,oder Flug ist immer eine Herausforderung für sich.

Um 6 Uhr fuhr der Zug nach Frankfurt. Da ich bei sowas immer leicht aufgeregt bin, bin ich schon seit 3 Uhr wach.

Erst mit dem ICE und dann um 07 an Frankfurt. Um 8 habe ich den Koffer schon eingecheckt und bin durch die Sicherheitskontrolle durch. 

Die benötigten Reisemittel

Nun habe ich noch 3:45h Zeit bis der Flieger startet. Da ich den Rest verderbliches von Zuhause mitgenommen habe muss ich hier nicht überteuertes essen kaufen. Auch die 100ml Regel war einmal. D.h. ich konnte eine Flasche Wasser mitnehmen, schön.

Im Flugzeug selbst wurde die Sicherheitsunterweisung digital mit einem Pokémon-Video vermittelt. Ein schöner, lustiger Start – da lohnt es sich doch mit der japanischen Airline zu fliegen.

Frühstück

Zum Trinken gab es für mich Sake – eine gute Einstimmung. Das Bier – Kirin – gibt’s bei jedem deutschen Japaner. Bei meinem letzten Langstreckenflug gab es nur eine Flasche Wasser für jeden. Aber da mussten wir auch Maske tragen, 2020. Da macht das hier direkt wieder mehr Spaß.

Mittagessen im Flugzeug

Der Flug war lang und anstrengend, schlafen konnte ich auch nicht, aber irgendwann war es geschafft. Und zwar eine Stunde früher als geplant. Um 07.45 Ortszeit sind wir gelandet, nach 12 Stunden und 10 Minuten.

Bald ist es wieder so weit..

..am Dienstag, dem 03.03.26 geht es wieder los. Ein neuer Trip nach Japan erwartet mich. Zur Einstimmung und als kleiner Test hier ein paar Fotos von den 3 verschiedenen Ramen, die ich im Januar dieses Jahres verspeist habe.

Takezo am Heumarkt in Köln
Ramen Ippin in Mönchengladbach
Nudelhaus Sano in München

Sushi gab’s am Ende des Monats auch noch.

Mikado Sushi  All you can eat in Siegburg

Ich verzichte lieber, alles vom All you can Eat zu zeigen. 😅 Ramen Ippin hatte die Besonderheit dass das Fleisch und die Brühe auf Hähnchenbasis bestand. War auch okay, aber nicht unbedingt besser.

Im März esse ich sicher mehr Ramen – ich freu mich jetzt schon drauf. 😆

07.04. Abreise Martin – Gastbeitrag

Hallo liebe Leser von Martins Blog, heute bekommt ihr nur etwas von mir (Mira) zu lesen. Es stehen noch drei Beiträge aus, die wird Martin aber sicher in den nächsten Tagen noch hochladen. Jedenfalls dachte ich mir, ich schreibe heute auch einfach mal etwas und erzähle euch, wie mein Tag so war.

Wie ihr ja wisst, war es ein richtiger Akt, Martin wieder nach Deutschland zu bekommen. Ein Flieger nach dem Anderen wurde gecancelt oder verschoben. Aber beim nun vierten Anlauf hat es endlich geklappt. Wuhu. Heute Morgen um 5 Uhr ging der Wecker, früh sollte man meinen, aber ich war um 4 Uhr schon wach weil der Herr permanent Nachrichten bekommen und das Handy vibriert hat. Vollkommen übermüdet haben wir dann unsere Sachen zusammengekramt um uns etwas verspätet endlich auf den Weg zum Flughafen zu machen. Vorher wollte ich noch schnell Geld abheben gehen, da ich nur noch ein paar Yen in der Tasche hatte… und was passiert? Das erste mal für mich in sieben Monaten Japan, dass meine Kreditkarte nicht funktionierte. An keinem Automaten. Den einen konnte ich irgendwann austricksen, indem ich die Aktion zig mal wiederholt hatte und er mir irgendwann dann tatsächlich ein bisschen Geld ausgespuckt hat. Martin hat dann versucht für mich Geld abzuheben, aber bei ihm trat das gleiche Problem auf! Und das trotz gedecktem Konto. Die Bankautomaten in Japan hatten heute also irgendein Problem, aber zum Glück hatte ich durch die mehreren Versuche dann doch genügend Geld, um mir die Fahrt zurück nach Kanazawa leisten zu können.

In der Bahn zum Flughafen haben wir dann nicht schlecht gestaunt. Gestern ist in Japan bzw. insbesondere im Großraum Tokio wie ihr vielleicht wisst der state of emergency, also Notstand, ausgerufen worden. Und trotzdem standen wir 20 Minuten lang gequetscht in der Bahn zum Airport. Also wenn wir jetzt noch immer kein Corona haben, weiß ich auch nicht. Man muss dazu sagen, dass der Notstand in Japan nichts weiter als eine nette Bitte an die Bürger ist, Zuhause zu bleiben. Strafen darf es laut Gesetzeslage in Japan dafür nicht geben. Das erklärt auch, wieso die Bahn heute morgen gewohnt voll war.

Am Flughafen angekommen haben wir nicht schlecht gestaunt, als die Anzeigetafel sämtliche Flüge bis auf Martins als gecancelt anzeigte. Dementsprechend leer war es überall. Ein Gefahrenspot stellt der Flughafen daher aktuell nicht dar, würde ich behaupten. Ob in Martins Flieger allerdings wie im europäischen Raum die Regel gilt, einen Platz freizulassen, weiß ich nicht. Wir werden es erfahren.


Martin hat die ganze Zeit Panik geschoben, er hätte zu viel Handgepäck dabei weil die Beschränkungen spontan auf ein Gepäckstück pro Person reduziert wurden, er aber zwei hatte, wie es auch ursprünglich erlaubt war. Letztendlich war es aber auch nur eine Bitte und kein Muss, da der Mann am Schalter ihn gefragt hat, ob er ein oder zwei Handgepäckstücke dabei habe, und dann nichts negatives dazu gesagt hat.

Dann hieß es auch schon Abschied nehmen, denn so viel Zeit bis zum Boarding blieb durch die lange Wartezeit am Check-In nicht mehr. Weinerliche Fotos erspare ich euch an dieser Stelle dann doch lieber 🙂

Tschüssi

Als Martin dann weg war, habe ich mich auf den Weg nach Kanazawa begeben. 4 Stunden hat es insgesamt gedauert, aber da der Tag ja für uns recht früh begonnen hat, war ich Mittags bereits zuhause. Ich hatte doch tatsächlich das ganze Shinkansen-Abteil für mich allein. Wirklich eine Seltenheit.

Das Wetter heute ist wunderschön, also bin ich obwohl ich wahnsinnig müde war direkt rausgegangen. Die Kirschblüte steht in Kanazawa in voller Blüte, während sie in Tokyo schon abgeblüht war. Einfach so wunderschön! 3,2,1, Ultra-Fotospam.

Nachdem ich ein paar Stunden unterwegs war, bin ich zurück in meine Wohnung und habe angefangen, meine Möbel zu verscherbeln. Denn sollte ich wirklich nächste Woche zurückfliegen, bleibt mir nicht mehr viel Zeit. Bei Lufthansa bin ich heute dann endlich mal durchgekommen, nach tagelangen fehlgeschlagenen Versuchen. Angeblich würde ich morgen Bescheid bekommen, wann mein Flieger geht. Es bleibt spannend!

Euch noch einen schönen Tag und ich hoffe, ihr hattet Spaß beim Lesen meines Gastbeitrages. 😀

Eure Mira

06.+07. April – Heimreise

Am Montag haben wir letzte Vorkehrungen getroffen, die Sachen tetris-mäßig in die Koffer verstaut und auch ein wenig zur Post gebracht und es zu verschicken. Mira fährt morgen ja nach Kanazawa zurück und kann auch nicht unendlich viel schleppen, und ich muss auch noch tragen können, was ich mitnehme. So haben wir ein Paket verschickt, was allerdings länger dauern kann, da der internationale Paketversand durch Corona wohl lahmliegt. Da wir zeitig mit allem fertig waren, sind wir nochmal in die Innenstadt gefahren, und diesmal hatte der Laden, in den Mira wollt auch auf. So konnte sie doch noch ein bisschen shoppen. Abends sind wir dann am Einkaufszentrum im Bahnhof nochmal lecker essen gegangen, im früh ins Bett zu gehen.

Denn mein Flieger fliegt am Dienstag um 09 Uhr. Wir sind um halb 06 aufgestanden und haben uns fertig gemacht. Nach dem auschecken mussten wir feststellen, dass es irgendwelche Probleme beim Geld abheben gab. Beim nächsten ATM konnten wir aber zum Glück wieder Geld abheben. Das war schonmal kein guter Start in den Tag.auf zur Bahn. Die war in die Uhrzeit komplett gefüllt. Mit soviel Gepäck ziemlich Scheisse. Aber auch das haben wir hinbekommen. Am Flughafen war nicht viel los. Logisch, die meisten Flüge flogen ja auch nicht

Aber am Lufthansa-Schalter war eine riesige Schlange. Hauptsächlich deutsche und alle für den einen Flug der heute fliegen soll, wow. Nach ein wenig warten könnte ich Einchecken und nach einem langen und traurigen Abschied von Mira bin ich durch die Sicherheitskontrolle. Fast alle Läden dahinter hatten zu, nur die ein oder andere Fressbude und Duty Free hatte offen. Der Flug startete dann auch pünktlich und ohne Probleme.